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Positionspapier «Bildung zahlt sich aus»


Bildung ist zentral für die berufliche und soziale Integration, die gesellschaftliche Teilhabe, die selbständige Alltagsführung und die Gesundheit. Bildungsarmut und finanzielle Armut stehen dabei in starker Wechselwirkung: Fehlende Bildungsabschlüsse und Grundkompetenzen können zu Arbeitslosigkeit oder tiefen Löhnen führen. Gleichzeitig kann sich Armut negativ auf die Bildungschancen auswirken und so zu intergenerationeller Übertragung von Armut führen. Aus- und Weiterbildung sowie die Förderung der Grundkompetenzen sind daher effektive Mittel zur Armutsprävention und -bekämpfung.

Allerdings nehmen armutsbetroffene und -gefährdete Erwachsene deutlich seltener an Weiterbildungsangeboten teil als die übrige Bevölkerung. Das Potenzial der Weiterbildung für die Reduktion und Prävention von Armut wird folglich bislang unzureichend ausgeschöpft. Der Zugang zu Bildungsangeboten muss für Armutsbetroffene verbessert werden. Dazu braucht es koordinierte Anstrengungen aller beteiligten Akteure und Akteurinnen sowie den politischen Willen, Weiterbildung als zentrales Instrument einer wirksamen Armutsprävention und Armutsbekämpfung zu etablieren.

Die SKOS und der SVEB haben 2018 gemeinsam eine Weiterbildungsoffensive für Sozialhilfebeziehende lanciert. Im Prozess hat sich gezeigt, dass eine Ausweitung auf die gesamte Gruppe der von Armut betroffenen und unmittelbar -gefährdeten Personen notwendig ist. Mit einem neuen Positionspapier wird die Weiterbildungsoffensive in die nächste Phase überführt.

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PERSÖNLICHE HILFE

Entwicklungspotenzial für die Sozialhilfe

Im Auftrag der SKOS führte ein Projektteam der ZHAW 2025 eine Vollerhebung bei den Mitgliedern der SKOS zum Stand der Umsetzung und zum Entwicklungspotential der Persönliche Hilfe durch. Die bereits publizierten Ergebnisse wurden nun in einer zweiten Phase vertiefend analysiert. In 6 Fokusgruppendiskussionen und 12 Nachgesprächen mit 28 Sozialdiensten der Deutschschweiz und der Romandie wurden der Verbesserungsbedarf in der Umsetzung der Persönlichen Hilfe bestätigt und weitere «Good Practices» und Gelingensbedingungen für deren Weiterentwicklung aufgezeigt. Die Vorschläge der SKOS und der ZHAW, ein Merkblatt bzw. ein Positionspapier und eine Toolbox mit einer integrierten Ideensammlung zum Thema Persönliche Hilfe zu erarbeiten, stiessen auf Anklang.

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Anpassung an die Teuerung

Erhöhung des SKOS-Grundbedarfs in der Sozialhilfe

Der Bundesrat hat am 2. Oktober 2026 entschieden, die AHV/IV-Renten per 1.1.2027 um 20 Franken (1,6 %) zu erhöhen. Gemäss SKOS-Richtlinien erfolgt die Anpassung des Grundbedarfs für den Lebensunterhalt (GBL) in der Sozialhilfe im gleichen prozentualen Umfang wie die Teuerungsanpassung der Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, spätestens mit einem Jahr Verzögerung. Die Beträge werden auf den nächsten Franken aufgerundet. Der GBL für einen Einpersonenhaushalt muss dem entsprechend von 1061 Franken auf 1078 Franken angehoben werden. Für einen Zweipersonenhaushalt von 1624 auf 1650 und für einen Vierpersonenhaushalt von 2271 auf 2307 Franken. Die SKOS beantragt der SODK, den Kantonen die richtlinienkonforme Anpassung des Grundbedarfs für den Lebensunterhalt zu empfehlen, spätestens per 1.1.2028.

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SKOS-Webinar

Mietzinsrichtlinien in der Sozialhilfe

Infolge der steigenden Mietpreise drängt sich vielerorts eine Überprüfung der Mietzinsrichtlinien in der Sozialhilfe auf. Wie können Gemeinden dabei vorgehen? Dieser Frage widmet sich am 8. Dezember ein Lunch-Webinar der SKOS. Den Teilnehmenden werden die «Grundlagen zur Erstellung von Mietzinsrichtlinien» aus dem neuen Bericht der FHNW vorgestellt. Anhand zweier Beispiele von Gemeinden wird präsentiert, wie sie die Überprüfung ihrer Mietzinsrichtlinien konkret angegangen sind.

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SODK

Reto Wyss zum neuen Generalsekretär gewählt

Der Vorstand der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) hat Reto Wyss zum neuen Generalsekretär gewählt. Er übernimmt die Leitung des Generalsekretariats per 1. Januar 2027 und folgt auf Gaby Szöllösy, die das Amt zuvor innehatte. Reto Wyss ist zurzeit als Zentralsekretär Ökonomie beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) tätig und verantwortet die Bereiche Service public, Gesundheit und Pflege sowie Kantonsfinanzen.

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Orientierungshilfe

Nichtbezug von bedarfsabhängigen Sozialleistungen

Bedarfsleistungen wie Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen oder Prämienverbilligungen sind zentrale Instrumente, um Armut zu verhindern. Dennoch verzichten viele Bezugsberechtigte darauf – aus vielfältigen Gründen und mit Folgen für Betroffene und Gesellschaft. Politik und Behörden sind deshalb gefordert, den Zugang zu verbessern. Die Nationale Plattform gegen Armut stellt dazu neu die Orientierungshilfe «Massnahmen gegen Nichtbezug von bedarfsabhängigen Sozialleistungen» zur Verfügung. Sie richtet sich an Fachpersonen und Entscheidungsträger aus Politik und Behörden sowie private Institutionen und zeigt Ursachen des Nichtbezugs sowie praxisnahe Handlungsansätze auf.

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Armutsstrategie

Positionspapier der nationalen IIZ

Armutsrisiken und Unterstützungsabbrüche entstehen häufig an den Schnittstellen der beteiligten Systeme in den Bereichen soziale Sicherheit, Bildung, Integration, Arbeitsmarkt und Gesundheit. Unklare Zuständigkeiten, ungenügend abgestimmte Prozesse und fehlende Anschlussfähigkeit von Massnahmen führen zu Doppelspurigkeiten und Brüchen im Unterstützungsverlauf. Das Entwicklungs- und Koordinationsgremium (EKG) der IIZ fordert deshalb mit einem Positionspapier zur nationalen Armutsstrategie einen verlässlichen Rahmen, der die systemübergreifende Abstimmung und verbindliche Zusammenarbeit stärkt und damit die Wirkung der Leistungen in der Armutsbekämpfung verbessert.

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Migration

4. Generation der Integrationsprogramme 2028-2032

Die Grundlagen für die vierte Generation der kantonalen Integrationsprogramme 2028–2032 (KIP 4) sind neu auf der Webseite des Staatssekretariats für Migration (SEM) verfügbar. Bund und Kantone haben die KIP für die neue Programmperiode auf der Grundlage der Erfahrungen aus den bisherigen Programmperioden gemeinsam weiterentwickelt. Die KIP 4 setzen einen verstärkten Fokus auf die wirkungsorientierte Umsetzung, die Qualität der Integrationsförderung und die Zusammenarbeit mit den Regelstrukturen.

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Sozialleistungsrecht

Aktuelle Rechtsprechung im Sozialhilferecht

Jedes Jahr werden Dutzende Gerichtsurteile des Bundesgerichts zu Fragen der Sozialleistungen gefällt. Sie betreffen insbesondere Sozialversicherungen, manchmal auch die Sozialhilfe. Sowohl sozialinfo.ch als auch die Artias stellen exemplarisch Zusammenfassungen von Bundesgerichtsentscheiden zu sozialhilferechtlichen Fragen, die für die Praxis der Sozialberatung von Relevanz sind, zur Verfügung.

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bezahlte Partnerschaft

 
Merkblatt «Unterstützung von Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich»
Für die Unterstützung von Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich sind für jeden Status die rechtlichen Vorgaben separat zu prüfen. Dies kann in der Praxis zu aufwändigen Abklärungen führen. Das neue Merkblatt der SKOS bietet eine Übersicht sowie hilfreiche Ausführungen zu den unterschiedlichen Status und deren rechtlichen Vorgaben.
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Soziale Sicherheit während der Covid-19-Pandemie
Im Projekt «Armut und Soziale Sicherheit während der Covid-19-Pandemie» untersuchte ein Team der Berner Fachhochschule (BFH) die sozialen und finanziellen Folgen der Krise. Die Ergebnisse zeigen, dass staatliche Unterstützungsmassnahmen und der Fokus auf die Arbeitsmarktintegration eine breite Zunahme der Armut verhinderten. Die Folgen waren jedoch ungleich verteilt: Besonders Menschen mit Migrationshintergrund, Frauen und junge Erwerbstätige erlitten Einkommensverluste. NGOs spielten bei der Versorgung von 400 000 Menschen eine zentrale Rolle.
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OSTERMUNDGEN BE: FALLLAST IN DER SOZIALHILFE SENKEN

Im Rahmen eines dreijährigen Pilotprojekts hat die Berner Gemeinde Ostermundigen die Falllast in der Sozialhilfe durch zusätzliche personelle Ressourcen gesenkt. Eine wissenschaftliche Begleitstudie des Büros für arbeits- und sozialpolitische Studien (BASS) zeigt eine positive Entwicklung: So haben sich die monatlichen Fallkosten um durchschnittlich 80 Franken verringert, die Erwerbsintegration der Klient:innen hat sich moderat verbessert und die Ablösungsrate stieg um 9 Prozent. 2025 resultierten daraus jährliche Einsparungen von 825 000 Franken – rund 5 Prozent der Sozialhilfeausgaben der Gemeinde Ostermundigen. Nebst den finanziellen Einsparungen weist die Studie auf die erhöhte Beratungsqualität und die konsequentere Ausschöpfung sozialarbeiterischer Wirkungspotenziale hin.
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bezahlte Partnerschaft

CAS Soziale Arbeit mit gesetzlichem Auftrag

Die besondere Ausgangslage des gesetzlichen Auftrags bietet Chancen für die Sozialarbeit, birgt aber auch Risiken und Fallstricke - so etwa die Diskrepanz zwischen agogischen

und rechtlichen Logiken.
Der CAS Soziale Arbeit mit gesetzlichem Auftrag an der

OST ermöglicht eine praxisnahe Auseinandersetzung mit den 
Themen «Sozialhilfe», «Kindes-

und Erwachsenenschutz» sowie verschiedenen rechtlichen Grundlagen.
Weitere Informationen

 

 
2. November: Webinar «Qualität in der Förderung von Grundkompetenzen» 
Was heisst Qualität in der Förderung von Grundkompetenzen? Ein neuer Leitfaden der nationalen IIZ liefert konkrete Handlungsansätze, Beispiele und Verweise. In einem Webinar erfahren Sie, wie Sie den Leitfaden in der Praxis einsetzen können. 
Programm & Anmeldung

11. November: 100-Jahr-Jubiläum der Schweizerischen Vereinigung für Sozialpolitik SVSP

Die SVSP feiert 100 Jahre Engagement für eine fortschrittliche Sozialpolitik in der Schweiz. In Anbetracht der sozialpolitischen Herausforderungen der Gegenwart bedeutet dies auch eine Aufforderung, weiter zu forschen, zu diskutieren, sich zu vernetzen und den sozialpolitischen Diskurs mitzugestalten. Das Jubiläumsprogramm beinhaltet Beiträge von Expert:innen aus Bundes- und Kommunalverwaltung und aus den Bereichen Sozialpolitik und Soziale Arbeit sowie ein Podium mit ehemaligen Präsident:innen der SVSP.
Programm & Anmeldung

17. November: SKOS-Weiterbildung «Einführung in die öffentliche Sozialhilfe»

Die Weiterbildung der SKOS vermittelt Grundlagen zur Ausgestaltung der Sozialhilfe und zur Umsetzung der SKOS-Richtlinien, zu Verfahrensgrundsätzen, zum Prinzip der Subsidiarität und zur Budgetberechnung. Die Weiterbildung richtet sich an Fachleute der Sozialen Arbeit, Sachbearbeitende von Sozialdiensten und Mitglieder von Sozialbehörden. Für Personen, die neu in der Sozialhilfe tätig sind oder ihr Wissen auffrischen wollen, eignet sich der Kurs besonders.
Programm & Anmeldung

26. November: ARTIAS – Herbsttagung 2026
Unter dem Titel «Faire avec et ensemble : le collectif comme outil de l’accompagnement social?» werden via die unterschiedlichen Perspektiven von Forscher:innen und Fachleuten mögliche Entwicklungen in der Sozialen Arbeit beleuchtet. Es werden Originalbeiträge aus einem interkantonalen Projekt vorgestellt, an dem Leistungsempfänger:innen und Fachkräfte gemeinsam beteiligt waren. Tagungssprache ist Französisch.
PRpgramm & Information

4. Dezember: Tagung der Nationalen Plattform gegen Armut
Im Zentrum der diesjährigen Tagung stehen die beiden neuen Orientierungshilfen «Nichtbezug von bedarfsabhängigen Sozialleistungen» und «Prävention und Bekämpfung von Familienarmut». Nach einer Präsentation werden die beiden Orientierungshilfen anhand konkreter Anwendungsbereiche diskutiert; Workshops bieten Raum für fachlichen Austausch über Umsetzungserfahrungen und die Übertragbarkeit der Massnahmen.
Programm & Anmeldung

12./14. Januar 2027: SKOS-Bildungsangebot «KI im Kontext öffentlicher Sozialhilfe»
In der Praxis der Sozialdienste stehen Leitungs- und Fachpersonen vor der Frage, wie Künstliche Intelligenz (KI) gezielt und verantwortungsvoll eingesetzt werden kann. Die Weiterbildung richtet sich an Leitungs‑ und Fachpersonen öffentlicher Sozialdienste, die KI‑Chancen verstehen, Risiken einschätzen und KI im Arbeitsalltag zielgerichtet einsetzen wollen. Der Workshop für Leitungspersonen vermittelt Grundlagen zu den technischen, organisatorischen, ethischen und rechtlichen Rahmenbedingungen von KI, welche die Basis für eine eigene KI-Strategie bilden. Im Workshop für Fachpersonen der Sozialen Arbeit sowie der Administration werden praxisnahe Grundlagen, Anwendungsbeispiele und ethische Orientierung für einen verantwortungsvollen KI‑Einsatz diskutiert.
Programm & Anmeldung



SKOS
Monbijoustrasse 22
3000 Bern 14
Schweiz
031 326 19 19







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