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Die Sozialhilfe 3.26: Peer-Arbeit in der Sozialhilfe


Menschen mit Armuts- und Krisenerfahrung verfügen über ein Wissen, das Fachpersonen nicht erwerben können. Wie Peer-Arbeit in der Sozialhilfe nutzbar gemacht werden kann, zeigt der Schwerpunkt der neusten Ausgabe unseres Fachmagazins. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Nutzung von Peer-Angeboten den Genesungsprozess von Menschen mit psychischen Problemen positiv beeinflussen können. Nun sollen auch in der Sozialen Arbeit mit armutsbetroffenen Menschen Erfahrungen gesammelt werden. Acht soziale Organisationen haben diesen Sommer Peer-Arbeit in der Sozialen Arbeit eingeführt. So erhalten etwa im Kanton Glarus Peer-Berater:innen eine Weiterbildung und die Aussicht, sich längerfristig einzubringen. Im Fachmagazin werden ferner zwei Umfragen präsentiert, die die SKOS bei ihren Mitgliedern durchgeführt hat. Die eine betrifft die persönliche Hilfe durch Sozialdienste, die andere den Stand der Anwendung der KI in den Sozialdiensten. Ganz ohne KI, dafür ganz nah am Menschen, arbeitet das Bateau Genève. Eine Reportage zeigt, wie Menschen in belastenden Lebenslagen als Passagiere auf dem Schiff bedingungslose Aufnahme und Begleitung erleben.

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SKOS-Kommentar

Umfrage zu KI-Tools im Einsatz auf Sozialdiensten

Im Bereich der öffentlichen Sozialhilfe stellen sich beim Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) fachliche, ethische, organisatorische und technische Herausforderungen. Die SKOS hat im Frühling 2026 eine Umfrage bei ihren Mitgliedern durchgeführt, um in Erfahrung zu bringen, ob KI-Applikationen verwendet werden, ob die Sozialdienste über Richtlinien und Datenschutzbestimmungen bei der Anwendung verfügen und ob Schulungen für Mitarbeitende im Umgang mit KI-Applikationen angeboten werden. Im neu publizierten Kommentar werden die Resultate der Umfrage präsentiert und Überlegungen zum Umgang mit KI diskutiert.

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Wege in den Arbeitsmarkt

Innovative Ansätze und bewährte Praktiken

«Von der Sozialhilfe in die Beschäftigung: Welche Wege sind erfolgreich?» Diesem Thema widmet sich die kommende Bieler Tagung am 18. März 2027. Vorgestellt werden sollen innovative Ansätze und bewährte Praktiken aus Sozialdiensten, Integrationseinrichtungen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen sowie von Partnern der interinstitutionellen Zusammenarbeit. Die SKOS lädt Fachpersonen aus Praxis, Forschung und Verwaltung im Bereich der beruflichen Integration ein, ihre Projekte, Programme oder Dienstleistungen an der Tagung vorzustellen. Bis am 5. Oktober können Sie Ihren Vorschlag einreichen.

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Kanton Zürich

Mehr Unterstützung für armutsbetroffene Kinder und Jugendliche

Als einer der ersten Kantone der Schweiz hat der Kanton Zürich beschlossen, den Grundbedarf in der Sozialhilfe für Kinder und Jugendliche auf den 1. Januar 2027 zu erhöhen. Sie erhalten künftig monatlich 50 Franken mehr. Dies hat der Zürcher Regierungsrat am 3. September 2026 beschlossen. Der Zuschlag für Minderjährige zum Grundbedarf wird bis zum Abschluss der obligatorischen Schulzeit ausgezahlt. Zusätzlich erhalten Familien in der Sozialhilfe ab Januar 2027 angepasste situationsbedingte Leistungen für ausserschulische Freizeitaktivitäten und Förderangebote von 600 Franken pro Jahr. Die Erhöhung des Grundbedarfs für Kinder und Jugendliche ist das zentrale Element der jüngsten Revision der SKOS-Richtlinien.

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FHNW-Bericht

Grundlagen zur Erstellung von Mietzinsrichtlinien

Gemeinden müssen in sogenannten Mietzinsrichtlinien festlegen, welche Mietzinse im Rahmen der Sozialhilfe grundsätzlich übernommen werden können – angesichts der Wohnungsknappheit eine anspruchsvolle Aufgabe. In zwei von der SKOS finanzierten Projekten wurde untersucht, wie Gemeinden bei der Festlegung von Mietzinsrichtlinien vorgehen. Im Anschluss wurden «Grundlagen zur Erstellung von Mietzinsrichtlinien» erarbeitet. Diese hat die FHNW nun erweitert. Der Bericht enthält neu konkrete Handlungsempfehlungen zur Bemessung von Mietzinsrichtlinien für fünf verschiedene Gemeindetypen. Zentrale Indikatoren sind insbesondere die Überschreitungsquoten und die Angebotsmieten.

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Neuer Praxisleitfaden

Qualität in der Förderung von Grundkompetenzen gemeinsam gestalten

Was heisst Qualität in der Förderung von Grundkompetenzen? Ein neuer Praxisleitfaden liefert konkrete Handlungsansätze, Beispiele und Verweise. Er zeigt anhand von fünf Qualitätsdimensionen, welche Aspekte für ein gemeinsames Verständnis zentral sind und wie die Umsetzung im Alltag gelingt. Am 2. November 2026 findet ein Webinar der nationalen IIZ statt zum Inhalt des Leitfadens und den Möglichkeiten, ihn in der Praxis einzusetzen.

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Geschichte der sozialen Sicherheit

Neuer Webauftritt

Seit mehr als 10 Jahren liefert die Website www.geschichtedersozialensicherheit.ch Antworten zu Fragen rund um die Geschichte des Schweizer Sozialstaats. Nun präsentiert sie sich in einem neuen Erscheinungsbild. Der vollständig neu aufbereitete Auftritt macht die Geschichte der sozialen Sicherheit noch zugänglicher und lädt dazu ein, die qualitativ hochwertige Plattform neu zu entdecken – sowohl für die interessierte Öffentlichkeit als auch für Forschung und Lehre. 

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Krankentaggeldversicherung

Obligatorium wird im Parlament diskutiert

Die Mehrheit der Arbeitnehmenden ist in der Schweiz durch eine Krankentaggeldversicherung gegen Lohnausfall bei längerer Krankheit versichert. Für eine Minderheit gibt es diese Absicherung aber nicht. Nationalrat Marco Romano will mit seiner Motion diese Lücke im System der sozialen Sicherheit schliessen. Der Bundesrat soll beauftragt werden, eine gesetzliche Grundlage auszuarbeiten, mit der die Arbeitgeber dazu verpflichtet werden, ihre Arbeitnehmer:innen für den Erwerbsausfall bei Krankheit zu versichern. Der Nationalrat hat der Motion bereits zugestimmt, der Ständerat entscheidet nach einem Hearing in der vorberatenden Kommission voraussichtlich in der Wintersession 2026.  

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Arbeitsintegration

Rund 19 200 IV-Versicherte 2025 in den Arbeitsmarkt integriert

Gemäss dem Grundsatz «Eingliederung vor Rente» unterstützt die Invalidenversicherung (IV) Menschen mit gesundheitlichen Problemen bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Gemäss den neusten Zahlen des Bundesamtes für Sozialversicherung (BSV) nahmen 2025 rund 61 000 Personen an beruflichen Eingliederungsmassnahmen der IV teil – 3300 mehr als im Vorjahr. Von den über 41 000 Personen, die eine berufliche Eingliederung abgeschlossen hatten, fanden rund 19 200 eine Anstellung; weitere 7000 Personen erlangten eine Erwerbsfähigkeit für den ersten Arbeitsmarkt, hatten aber noch keine Anstellung. Ein neuer Bericht des BSV zeigt diese aktuellen Entwicklungen und gibt einen guten Überblick über die Instrumente der IV.

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Schutzstatus S: neue Fragen beantwortet
Die F&A Schutzstatus S wurden um vier neue Fragen erweitert. Zum einen wird behandelt, wann Todesfallkosten und Übersetzungskosten zu finanzieren sind. Zum anderen wird das Anerkennungsverfahren ausländischer Diplome erläutert und die Voraussetzungen für die Übernahme dieser Kosten aufgezeigt. Schliesslich steht die Förderung der Kinder über situationsbedingte Leistungen im Zentrum.
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Rückblick: Forum zu KI in der Sozialhilfe
Wie gelingt ein verantwortungsvoller Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Sozialen Arbeit? Und wo stehen die Sozialdienste heute? Diese Fragen standen im Zentrum des Forums von SKOS und Städteinitiative, das mit über 100 Teilnehmenden am 8. September in Bern stattfand. Nach drei informativen Beiträgen und angeregten Diskussionen ist klar: Um KI wirksam und verantwortungsvoll einzusetzen, braucht es klare Leitlinien KI braucht es und spezifische Schulungen für Mitarbeitende. 
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Neu im Team der SKOS-Geschäftsstelle
Seit August verstärkt Tina Wüthrich den Fachbereich Kommunikation. Sie verfügt über ein Studium der Sozialanthropologie und Evangelischen Theologie und war zuvor bei der Reformierten Kirchgemeinde Zürich tätig.


 
Grundlagenpapier «Wohnen: Aktuelle Herausforderungen und Handlungsansätze»: Aktualisierung
Wohnen ist ein elementares Grundbedürfnis des Menschen. Die Herausforderungen und Handlungsansätze aus Sicht der Sozialhilfe hat die SKOS bereits in einem Grundlagenpapier im Jahr 2020 geschildert (SKOS, 2020). Im vorliegenden Text, der im August 2026 aktualisiert worden ist, wird auf die neuesten Entwicklungen bezüglich Herausforderungen und die Handlungsmöglichkeiten eingegangen.
Zum Grundlagenpapier

Merkblatt «Unterstützung für Selbständigerwerbende» angepasst
Das Merkblatt zur «Unterstützung für Selbständigerwerbende» aus dem Jahr 2021 wurde leicht überarbeitet. Neu wird betreffend Personen, die ihr Einkommen durch Plattformarbeit verdienen, auf die aktuelle bundesgerichtliche Rechtsprechung verwiesen. Gemäss dieser Rechtsprechung gelten Uber-Fahrer:innen als unselbständig erwerbstätig.
Zum Merkblatt

Vergleich der Funktionsweise der Sozialhilfe in sieben lateinischen Kantonen
Diese französischsprachige Publikation der Groupe romand de prestations d’aide sociale (GRP) vergleicht die Organisation, Funktionsweise und Finanzierung der Sozialhilfe in den Kantonen Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Tessin, Wallis und Waadt. Zudem werden der Ablauf eines Sozialhilfeverfahrens sowie die Aufteilung der Lasten zwischen Kantonen und Gemeinden dargestellt. Dieses Dokument wurde ursprünglich im Jahr 2017 verfasst und im Jahr 2022 sowie anschliessend im Mai 2026 aktualisiert.
Zur Publikation

 
11. November: 100-Jahr-Jubiläum der Schweizerischen Vereinigung für Sozialpolitik SVSP
Die SVSP feiert 100 Jahre Engagement für eine fortschrittliche Sozialpolitik in der Schweiz. In Anbetracht der sozialpolitischen Herausforderungen der Gegenwart bedeutet dies auch eine Aufforderung, weiter zu forschen, zu diskutieren, sich zu vernetzen und den sozialpolitischen Diskurs mitzugestalten. Das Jubiläumsprogramm beinhaltet Beiträge von Expert:innen aus Bundes- und Kommunalverwaltung und aus den Bereichen Sozialpolitik und Soziale Arbeit sowie ein Podium mit ehemaligen Präsident:innen der SVSP.
Programm

26. November: VKZS Fortbildung «Sozialmedizin – Sand im Getriebe»
Diese Parallel-Veranstaltung für Zahnärzt:innen sowie für Fachleute im Sozial- und Asylbereich, in EL-Stellen und Behörden widmet sich u.a. den administrativen Abläufen und Formularen, der Zusammenarbeit zwischen Zahnarztpraxen und Ämtern oder den Tariffragen in der Sozialmedizin. Parallel zum Programm im Plenum werden zwei Crashkurse für Mitarbeitende von Ämtern angeboten, die besonders für Berufseinsteiger:innen gedacht sind.
Programm und Anmeldung

26. November: ARTIAS – Herbsttagung 2026
Unter dem Titel «Faire avec et ensemble : le collectif comme outil de l’accompagnement social?» werden via die unterschiedlichen Perspektiven von Forscher:innen und Fachleuten mögliche Entwicklungen in der Sozialen Arbeit beleuchtet. Es werden Originalbeiträge aus einem interkantonalen Projekt vorgestellt, an dem Leistungsempfänger:innen und Fachkräfte gemeinsam beteiligt waren. Tagungssprache ist Französisch.
Informationen

8. Dezember: SKOS-Webinar «Mietzinsrichtlinien in der Sozialhilfe»
Infolge der steigenden Mietpreise drängt sich vielerorts eine Überprüfung der Mietzinsrichtlinien in der Sozialhilfe auf. Wie können Gemeinden dabei vorgehen? Im Webinar werden die «Grundlagen zur Erstellung von Mietzinsrichtlinien» aus dem neuen Bericht der FHNW vorgestellt. Anhand zweier Beispiele von Gemeinden wird präsentiert, wie sie die Überprüfung ihrer Mietzinsrichtlinien konkret angegangen sind. Anschliessend bleibt Zeit für Fragen und Austausch.
Information und Anmeldung

12./14. Jan. 2027: SKOS-Bildungsangebot «KI im Kontext öffentlicher Sozialhilfe»
In der Praxis der Sozialdienste stehen Leitungs- und Fachpersonen vor der Frage, wie Künstliche Intelligenz (KI) gezielt und verantwortungsvoll eingesetzt werden kann. Die Weiterbildung richtet sich an Leitungs‑ und Fachpersonen öffentlicher Sozialdienste, die KI‑Chancen verstehen, Risiken einschätzen und KI im Arbeitsalltag zielgerichtet einsetzen wollen. Der Workshop für Leitungspersonen vermittelt Grundlagen zu den technischen, organisatorischen, ethischen und rechtlichen Rahmenbedingungen von KI, welche die Basis für eine eigene KI-Strategie bilden. Im Workshop für Fachpersonen der Sozialen Arbeit sowie der Administration werden praxisnahe Grundlagen, Anwendungsbeispiele und ethische Orientierung für einen verantwortungsvollen KI‑Einsatz diskutiert. Das Programm umfasst je einen halbtägigen Präsenz-Workshop und ein 2,5 stündiges online Follow up.
Information und Anmeldung
 

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