Die Sozialhilfe 2.26: Junge Erwachsene in der Sozialhilfe
Nach der Bieler Tagung 2026 widmet sich nun der Schwerpunkt der neuen Ausgabe des Fachmagazins der SKOS den jungen Erwachsenen. Ihre Situation wird gerade in der Sozialhilfe häufig als besorgniserregend eingestuft, und viele Sozialdienste sind auf der Suche nach der richtigen Methode für die Begleitung der Jugendlichen. Sie befinden sich oft in einer sehr anspruchsvollen Lebenslage. Und wenn der Übergang ins Erwachsenenalter, also das Schaffen einer soliden Grundlage für ein selbständiges Leben, nicht gelingt, werden die Folgen noch lange spürbar sein. In einer Reportage stellen wir das «Trempelin» vor, ein auf Suchterkrankungen spezialisierter Sozialdienst. Die Folgen der Klimaerhitzung auf prekäre Haushalte und Obdachlose in Städten werden in einer Studie der Fachhochschule OST dargelegt.
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Unterstützung für Kinder SODK genehmigt Richtlinienrevision zugunsten der Kinder
Fast ein Drittel der Sozialhilfebeziehenden sind Kinder. Mit gezielten Massnahmen will die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) nun ihre Situation verbessern. Die SODK-Mitglieder haben an ihrer Plenarversammlung vom 29.5.2026 dafür eine Anpassung der SKOS-Richtlinien beschlossen. Neu gibt es gemäss Richtlinien einen monatlichen Zuschlag von 50 Franken pro Kind auf dem Grundbedarf für den Lebensunterhalt (GBL) sowie SIL für Freizeitaktivitäten von mindestens 600 Franken. Die SODK empfiehlt den Kantonen, diese Änderungen bis spätestens am 1.1.2028 in Kraft zu setzen.
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Sozialdienst Basel Stadt Kostenersparnis nach Aufstocken des Personals
Die Sozialhilfe Kanton Basel-Stadt hat im Rahmen eines befristeten Pilotprojektes zusätzliche personelle Ressourcen erhalten, um gezielte Massnahmen in den Bereichen Arbeitsintegration und Subsidiarität (Abklärung von Ansprüchen auf eine IV-Rente und Familienzulagen) umzusetzen. Das Büro BASS hat das Pilotprojekt wissenschaftlich begleitet und mittels einer datengestützten Wirkungsanalyse die finanziellen Auswirkungen auf die Sozialhilfekosten evaluiert und festgestellt, dass die Kosten insgesamt gesunken sind. Ab 2028 wird das Projekt deshalb in den Regelbetrieb überführt.
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EU-Kommission Kampf gegen die Armut in Europa
Mit einem neuen Sozialplan will die EU-Kommission den Kampf gegen Armut in der EU verstärken und die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen verbessern. Das Paket umfasst die erste EU-Strategie zur Armutsbekämpfung, eine Empfehlung zur Bekämpfung der Ausgrenzung im Wohnungswesen sowie zwei Mitteilungen - eine zur Durchbrechung des Kreislaufs der Kinderarmut und eine zur Stärkung der Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen bis 2030. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte: «Armut und Ausgrenzung sind Herausforderungen, die wir bewältigen können und müssen.»
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Broschüre «Sozialhilfe kurz erklärt» auf dem neuesten Stand
Die Broschüre «Sozialhilfe kurz erklärt» zeigt, wie das System der sozialen Sicherung in der Schweiz funktioniert. Sie legt die Regeln, Rahmenbedingungen und Zusammenhänge sachlich und verständlich dar. Die Broschüre, die seit 2019 von Charta Sozialhilfe Schweiz, SKOS und Städteinitiative Sozialpolitik herausgegeben wird, wurde erneut geprüft und aktualisiert. Seit 2025 ist sie auch als Website verfügbar. Die Verbände wollen mit der vorliegenden Broschüre dazu beitragen, dass die Sozialhilfe besser verstanden und die Diskussion darüber sachlich geführt wird.
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Studie Rückerstattung aus Einkommen
Ein laufendes Forschungsprojekt der FHNW untersucht, inwiefern Sozialdienste aus acht Schweizer Kantonen Rückerstattungen rechtmässig bezogener Sozialhilfe aus Erwerbseinkommen einfordern. Dazu wurden 36 qualitative Interviews mit Fachkräften aus Sozialdiensten geführt. Die Resultate verdeutlichen wesentliche Unterschiede in der Vollzugspraxis bei Rückerstattungen aus Erwerbseinkommen. Aktuell werden im Projekt mittels eines Kurzfragebogens quantitative Angaben zur Rückerstattungspraxis in den untersuchten Kantonen erhoben. Eine Zwischenbilanz ist im Fachmagazin und im E-Magazin zu finden. Der Schlussbericht der Studie wird im September 2026 veröffentlicht.
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SKOS-monitoring Trend Fallzahlen April 2026
Seit Beginn der Coronakrise veröffentlicht die SKOS jeden Monat die Entwicklung der Fallzahlen in der Sozialhilfe. Gesamtschweizerisch lagen die Sozialhilfe-Fallzahlen Ende April 2026 weiterhin über dem Niveau des Durchschnittsmonats 2019: bei 103 Prozentpunkten (PP). Im Vergleich zum bereinigten Vormonat sank die Zahl der Fälle um 0,2 PP. Im Vergleich zum Niveau des Durchschnittsmonats 2019 stiegen die Fallzahlen in der Romandie um 23,5 PP (-0,2PP im Vergleich zum Vormonat), in der Zentralschweiz um 10,9 PP (+0,9 PP). In den anderen Regionen liegen die Fallzahlen unter dem Durchschnittsmonat 2019: In der Nordwestschweiz 13,4 PP (-0,1 PP im Vergleich zum Vormonat), in der Ostschweiz 13,1 PP und im Tessin 1,5 PP.
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SKOS-Blog: Instrumente der Sozialhilfe: Wie sie wirken – und wo ihre Grenzen liegen
Die Sozialhilfe ist weit mehr als finanzielle Unterstützung. Sie ist ein komplexes Zusammenspiel aus Beratung, Zusammenarbeit, klaren Erwartungen – und im Ausnahmefall auch Sanktionen. Doch wie genau funktioniert dieses Zusammenspiel? Und welche Prinzipien leiten die tägliche Praxis? Ein neues SKOS-Merkblatt gibt Antworten und zeigt, welche Instrumente Sozialdienste einsetzen können – und sollen.
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Schutzstatus S: neue Fragen beantwortet
Der Bundesrat hat im März 2022 den Schutzstatus S für aus der Ukraine geflüchtete Menschen aktiviert. Für die Umsetzung des Programms S sind die Kantone und Gemeinden verantwortlich. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) unterstützt sie dabei. Die SKOS beantwortet seit 2023 im Auftrag der SODK Fragen zur Sozialhilfe für Personen mit Schutzstatus S und bietet auch in der Asylsozialhilfe Unterstützung an. Zwei neue Fragen und ihre Beantwortung wurden nun in der Rubrik «Unterstützung mit Sozialhilfe» aufgeschaltet. Wer bei jeder neuen F&A informiert werden möchte, kann sich mit dem Betreff «Update Schutzstatus S» anmelden: Mail /
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Opferhilfe neu unter der Nummer 142 erreichbar
Seit 1. Mai ist die Opferhilfe-Nummer 142 in Betrieb. Über diese Kurznummer ist die Opferhilfe in der ganzen Schweiz rund um die Uhr erreichbar. Die 142 ist ein wichtiger Pfeiler in der Bekämpfung von häuslicher und sexueller Gewalt. Die SODK hat Ende April eine Bilanz über die Roadmap gegen häusliche und sexuelle Gewalt publiziert. Trotz der festgestellten guten Resultate hielten die Akteur:innen gleichzeitig fest, dass weitere Instrumente dennoch dringend nötig seien.
weiterBilanz Agenda 2030 : Es braucht mehr Mut zur Nachhaltigkeit
Vier Jahre vor Ablauf der Frist für die Agenda 2030 hat die Schweiz ihre Bilanz präsentiert. Demnach sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) noch nicht in Reichweite. Die Plattform Agenda 2030 beklagt einen sichtbar erlahmenden politischen Willen, die gesteckten sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Als Antwort auf diesen Stillstand veröffentlicht die Plattform Agenda 2030 ein Impulspapier: «Mut zur Nachhaltigkeit» und fordert den Bundesrat auf, endlich Taten folgen zu lassen – national wie international –, um diese gemeinsame Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Die Plattform Agenda 2030 fordert eine effektive nationale Armutsstrategie, mehr gesellschaftliche Chancengleichheit, den Abbau biodiversitäts- und klimaschädlicher Subventionen und die stärkere Förderung der Kreislaufwirtschaft und Gemeinwohlökonomie.
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18. Juni - Prekäre Arbeit, prekäre Gesundheit: Wege aus neuen Formen sozialer Unsicherheit
Die 6. nationale Tagung «Gesundheit & Armut» der BFH untersucht die gesundheitlichen Folgen neuer Arbeitsverhältnisse und widmet sich der Frage, wie sich soziale Ungleichheiten in der Arbeitswelt erkennen und überwinden lassen. Flexibilisierung, Digitalisierung und Globalisierung haben neue, oft atypische Erwerbsformen hervorgebracht. Diese Entwicklungen beeinflussen auch die physische und psychische Gesundheit der Betroffenen. Die Tagung bietet Raum für wissenschaftliche Beiträge, gesundheits- und sozialpolitische Analysen sowie Praxisbeispiele aus Verwaltung und Zivilgesellschaft. Informationen & Programm
25. Juni - SKOS-Weiterbildung «Einführung in die Sozialhilfe»
In der Praxis der öffentlichen Sozialhilfe haben Fachleute und Behördenmitglieder komplexe Aufgaben zu bewältigen. Kenntnisse des Systems der sozialen Sicherheit sind ebenso gefordert wie rechtliches und methodisches Wissen. An zwei Halbtagen erhalten Sie kompakte Grundlagen zur Ausgestaltung der Sozialhilfe, zur Umsetzung der SKOS-Richtlinien, zu Verfahrensgrundsätzen und Subsidiarität sowie die Möglichkeit vertieft aktuelle Praxisfragen zu diskutieren.
informationen&Programm
8. September - Künstliche Intelligenz – eine Unterstützung für Sozialdienste?
Künstliche Intelligenz ist längst im Arbeitsalltag angekommen. Sie erleichtert uns bereits die Erledigung vieler Aufgaben - ob bewusst oder unbewusst eingesetzt. Doch was bedeutet die KI für Organisationen im Sozialbereich? Wie kann sie sinnvoll eingesetzt werden? Das Forum nimmt KI aus der Organisationsperspektive in den Blick und bezieht die Auswirkungen auf die Arbeit mit Klient:innen ein. Sozialdienste werden über ihre Erfahrungen, Lernprozesse und Herausforderungen berichten.
Informationen & Programm
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Einkommensentwicklung: Untere Mitte leidet unter hohen Wohnkosten
Im Jahr 2023 umfasste die mittlere Einkommensgruppe gemäss Definition des Bundesamtes für Statistik 55,2% der ständigen Wohnbevölkerung in der Schweiz. Die Lebenssituationen innerhalb dieser Gruppe können entsprechend sehr unterschiedlich sein. In der unteren Mittelschicht hat etwa jede zehnte Person Wohnkosten, die mehr als 40 % des verfügbaren Haushaltseinkommens ausmachen. Und jede vierte Person lebt in einem Haushalt, der eine unerwartete Ausgabe von 2500 Franken nicht bewältigen kann. In der oberen Mittelschicht sind die entsprechenden Anteile deutlich geringer und liegen bei 3,5 % bzw. 10,9 %.
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