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Neues Merkblatt: Instrumente der Sozialhilfe – wie sie angewendet werden und wie sie wirken


Die Sozialhilfe ist weit mehr als finanzielle Unterstützung. Sie ist ein komplexes Zusammenspiel aus Beratung, Zusammenarbeit, klaren Erwartungen – und im Ausnahmefall auch Sanktionen. Die Sozialhilfe bewegt sich in einem Spannungsfeld: zwischen Unterstützung und Kontrolle, zwischen individueller Hilfe und gesellschaftlicher Verantwortung. Doch wie genau funktioniert dieses Zusammenspiel? Und welche Prinzipien und rechtliche Rahmenbedingungen leiten die tägliche Praxis? Ein neues SKOS-Merkblatt gibt Antworten und zeigt, welche Instrumente in welchen Situationen hilfreich sein können. Es macht deutlich, wie wichtig dabei ein sorgfältiger, verhältnismässiger und menschenzentrierter Umgang ist und und lädt dazu ein, die eigene Praxis zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

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SKOS-Vorstand

Ja zur Revision mit Kinderzuschlag

An seiner Retraite vom 23. und 24. April hat der SKOS-Vorstand den Entwurf für die Revision der SKOS-Richtlinien diskutiert. Er hat erfreut von der grossmehrheitlichen Zustimmung zum Kinderzuschlag Kenntnis genommen. An drei Stellen hat er aufgrund der Rückmeldungen in der Vernehmlassung Anpassungen vorgenommen. In der Schlussabstimmung hat er die Revisionsvorlage ohne Gegenstimme und mit 3 Enthaltungen angenommen. Die Änderungsvorschläge gehen nun an die SODK. Sie wird am 29. Mai  anlässlich ihrer Plenarversammlung den Schlussentscheid fällen. Die Empfehlung an die Kantone wird bei einem positiven Entscheid ab Januar 2027 gültig.

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SKOS Strategie

Neue Themenschwerpunkte bis 2028

Die SKOS verlängert die aktuelle Strategie bis 2028 und setzt dabei vier neue Schwerpunkte: Gesundheit mit Schwerpunkt auf Jugendliche in prekären Lebenssituationen, Wohnen, Bildung und Abbau administrativer Belastungen in der Sozialhilfe. Die SKOS wird in diesen Themenbereichen in den nächsten 2 Jahren fachliche Grundlagen erarbeiten, Veranstaltungen organisieren und sich in den sozialpolitischen Diskussionen engagieren, unter anderem bei der anstehenden IV-Revision, die eine neue Integrationsleistung für Jugendliche vorsieht. Dies hat der SKOS-Vorstand an seiner Retraite Ende April beschlossen.

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Vermögensverzicht im Alter

Ein wachsendes Problem für die Sozialhilfe

Seit 2021 gelten bei den Ergänzungsleistungen verschärfte Regeln für Vermögensverzicht und -verzehr. Besonders im Zusammenhang mit Pflegekosten zeigt sich eine Entwicklung, die zunehmend auch die Sozialhilfe betrifft. Ein neues Grundlagenpapier der SKOS beleuchtet die Gründe und macht Vorschläge, wie auf diese Entwicklung reagiert werden kann.

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SKOS-Publikation

Über 65-Jährige in der Sozialhilfe

Ein Teil der älteren Bevölkerung lebt in der Schweiz unterhalb der Armutsgrenze. Gemäss dem aktuellen Armutsmonitoring sind 116 000 Personen im Rentenalter von Armut betroffen (BSV, 2025). Für einen Teil der über 65-Jährigen stellt die Sozialhilfe entweder die einzige Einkommensquelle dar oder ergänzt die AHV beziehungsweise die Kombination aus AHV und EL. Eine Publikation der SKOS befasst sich mit der Thematik und formuliert Empfehlungen.

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Armutsmonitoring

BSV startet mit der Erarbeitung der Strategie 

Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) beginnt Mitte 2026 mit den Arbeiten an der Armutsstrategie. Die Ergebnisse des nationalen Armutsmonitorings dienen dabei als Basis. Durch die Einbettung in die nationale Struktur gegen Armut bezieht das BSV die zentralen Akteure der Armutsprävention und -bekämpfung in der Schweiz sowie Menschen mit Armutserfahrung in die Erarbeitung ein. Im Juni findet ein erster «Campus Day» statt. Über 80 Fachleute wurden dazu eingeladen, darunter auch eine Vertretung der SKOS. Die Strategie wird dem Bundesrat in Erfüllung von Motion 23.4450 Revaz bis Ende 2027 zur Verabschiedung vorgelegt.

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Studie ZHAW

Die persönliche Hilfe in der Sozialhilfe 

Mit persönlicher Hilfe unterstützt der oder die Sozialarbeitende Menschen in belastenden Lebenslagen mit individueller Beratung, Begleitung und gezielten Unterstützungsangeboten. Sie ergänzt die wirtschaftliche Sozialhilfe und stärkt die Selbstständigkeit. Persönliche Hilfe ist im Bedarfsfall aber auch dann zu erbringen, wenn kein Anspruch auf wirtschaftliche Unterstützung besteht. Die ZHAW hat im Auftrag der SKOS die Umsetzung in Kantonen und Gemeinden untersucht.

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CAS Altersarbeit als soziales Feld

In dieser Weiterbildung erwerben Sie Grundlagen und Techniken, um mit älteren Klient*innen lebensweltnah zu arbeiten. Denn im Alter können individuelle Bedürfnisse je nach Lebens-bereich verschieden sein. In der praktischen Arbeit mit älteren Menschen ist es deshalb unverzichtbar, deren Lebenssituationen umfassend zu erkennen und bedarfsgerechte Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Nächster Start: 28. August 2026! Module können auch als eigenständige Fachseminare absolviert werden.
Jetzt mehr erfahren: fhnw.ch/a05


 

Die SKOS sucht neue:n Geschäftsführer:in

Der Geschäftsführer der SKOS, Markus Kaufmann, geht im März 2027 in Pension. Die Findungskommission startet nun die Suche für seine Nachfolge. Die Kommission wird von Christoph Eymann präsidiert. Weitere Mitglieder sind die Co-Vizepräsidentinnen Mirjam Ballmer und Claudia Hänzi sowie die Geschäftsleitungsmitglieder Thomas Michel und Caroline Knupfer. Interessierte können ihre Bewerbung bis 10. Mai einreichen.

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Sarah Mariéthoz-Fontaine wird neue Generalsekretärin der ARTIAS

Laut einer Mitteilung von Artias wird Sarah Mariéthoz-Fontaine ihre Tätigkeit als Generalsekretärin der Artias am 1. September 2026 antreten. Sie ersetzt die scheidende Generalsekretärin Amanda Ioset. Sarah Mariéthoz ist in den Reihen der Artias wohl bekannt. Artias hatte bereits während mehreren Jahren mit ihr im Rahmen einer Arbeitsgruppe für die Herbsttagung («Journée d’automne») zusammengearbeitet. Sarah Mariéthoz hat einen Master in Sozialwissenschaften, Sozialarbeit und Sozialpolitik der Universität Freiburg. Sie war 13 Jahre lang beim Sozialamt des Kantons Freiburg tätig.

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Neue Vereinbarung mit Artias unterzeichnet

Die SKOS pflegt eine enge und konstruktive Zusammenarbeit mit der Artias seit vielen Jahren. Artias und SKOS regeln diese seit über 20 Jahren mit einer gemeinsamen Vereinbarung. Im März haben die Präsidenten Benjamin Roduit und Christoph Eymann eine Ergänzung dieser Vereinbarung unterzeichnet.  Darin wird die bereits bestehenden gegenseitigen Vertretung in den Gremien formell festgehalten und der finanzielle Ausgleich bei den Mitgliederbeiträgen vereinfacht. Mit dieser Ergänzung wird die enge und gute Zusammenarbeit zwischen Artias und SKOS bestätigt.  


SKOS-Jahresbericht 2025 veröffentlicht
Der Jahresbericht 2025 der SKOS ist online verfügbar – vorbehaltlich der Genehmigung durch die Mitgliederversammlung am 11. Juni 2026. Der Bericht gibt Einblick in die Tätigkeiten und Entwicklungen des vergangenen Jahres. 
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Factsheet: Personen mit Schutzstatus S

Die SODK hat ein Factsheet publiziert, das die Definition des Schutzstatus, Ausrichtung der Sozialhilfe und weitere Themen darlegt. Da 2027 die fünf Jahre ablaufen, die Ukrainer:innen in der Schweiz unter dem «Schutzstatus S ohne Aufenthaltsbewilligung» leben, stellt das Factsheet die ab dann geltenden neuen Bedingungen dar. Sofern der Schutzstatus nicht aufgehoben wird, wird er nach fünf Jahren in einen «Schutzstatus mit Aufenthaltsbewilligung» umgewandelt; entgegen den bisherigen gesetzlichen Bestimmungen werden die Kantone ab 2027 nach den Entscheiden des Parlaments im Rahmen des Entlastungspakets keine 50%-Globalpauschale mehr erhalten für die Zeit ab 5 Jahren Schutzgewährung.

Flüchtlinge: Finanzierung des Studiums

Ärzt:innen, Jurist:innen, Physiker:innen, Geisteswissenschaftler:innen, Psycholog:innen. Jeden Tag kommen Menschen mit viel Wissen und Kompetenzen in die Schweiz. Menschen, die ihr Herkunftsland verlassen mussten, in der Schweiz Asyl beantragt haben und sich nun hier einbringen möchten. Doch der Weg an die Schweizer Hochschulen und den qualifizierten Arbeitsmarkt ist für Geflüchtete – trotz ihrer Qualifikationen – voller Hürden. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) hat sich der Thematik angenommen und verschiedene Workshops mit Stakeholdern abgehalten. Die Herausforderungen werden nun in einer Publikation dargestellt und durch Good Practices sowie konkrete Empfehlungen ergänzt. weiter


 

11. Juni - Mitgliederversammlung: Die Revision der Invalidenversicherung und ihre Auswirkung auf die Sozialhilfe

Der Bundesrat will bis Ende 2026 einen Entwurf für die nächste IV-Revision in die Vernehmlassung schicken. Es gibt bereits Vorschläge, wie die Probleme angegangen werden sollen. Ein Vorschlag der IV-Stellenkonferenz sieht vor, für Menschen unter 30 Jahren keine dauerhafte Rente mehr zu sprechen. Auf die Sozialhilfe hätte ein solcher Systemwechsel zweifellos Auswirkungen. An der MV 2026 werden die Vorschläge und Ideen für die anstehende IV-Revision vorgestellt und ihre Auswirkungen auf die Sozialhilfe diskutiert.

Informationen & Programm

18. Juni - Prekäre Arbeit, prekäre Gesundheit: Wege aus neuen Formen sozialer Unsicherheit

Die 6. nationale Tagung «Gesundheit & Armut» der BFH untersucht die gesundheitlichen Folgen neuer Arbeitsverhältnisse und widmet sich der Frage, wie sich soziale Ungleichheiten in der Arbeitswelt erkennen und überwinden lassen. Flexibilisierung, Digitalisierung und Globalisierung haben neue, oft atypische Erwerbsformen hervorgebracht. Diese Entwicklungen beeinflussen auch die physische und psychische Gesundheit der Betroffenen. Die Tagung bietet Raum für wissenschaftliche Beiträge, gesundheits- und sozialpolitische Analysen sowie Praxisbeispiele aus Verwaltung und Zivilgesellschaft.

INFORMATIONEN & PROGRAMM

8. September - Künstliche Intelligenz – eine Unterstützung für Sozialdienste?

Künstliche Intelligenz ist längst im Arbeitsalltag angekommen. Sie erleichtert uns bereits die Erledigung vieler Aufgaben - ob bewusst oder unbewusst eingesetzt. Doch was bedeutet die KI für Organisationen im Sozialbereich? Was und wie kann sie sinnvoll eingesetzt werden? Das Forum nimmt KI aus der Organisationsperspektive in den Blick und bezieht die Auswirkungen auf die Arbeit mit Klient:innen ein. Sozialdienste werden über ihre Erfahrungen, Lernprozesse und Herausforderungen berichten.

Informationen & Programm 




SKOS
Monbijoustrasse 22
3000 Bern 14
Schweiz
031 326 19 19







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