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Förderprogramm zur Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen in der Sozialhilfe: Vernehmlassung zur Umsetzung in den SKOS-Richtlinien


Die SODK hat im Mai 2025 ein Förderprogramm beschlossen, um die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Sozialhilfe zu verbessern. (vgl. Medienmitteilung vom 16. Mai 2025). Ziel ist es, die Entwicklung von armutsbetroffenen Kindern zu fördern, damit sie später wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen und sich aus der Armut befreien können. Die SODK genehmigt dafür Kinderzuschüsse in der Gesamthöhe von 50 Millionen Franken. Die SKOS hat die Ausführungsbestimmungen zur Umsetzung dieses Förderprogramms erarbeitet und führt vom 18. November 2025 bis 6. Februar 2026 eine Vernehmlassung bei den SKOS-Mitgliedern und interessierten Kreisen durch. Die definitiven Formulierungen werden im April 2026 durch den Vorstand der SKOS finalisiert und der SODK-Plenarversammlung zur Genehmigung vorgelegt. Die SODK-Plenarversammlung entscheidet darüber Ende Mai 2026. Das Inkrafttreten ist per 1.1.2027 geplant. 

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Arbeitslosenversicherung

Erneuerung der Systeme erfordert Betriebsunterbruch

 

Am 6. Januar 2026 führt das SECO das neue Auszahlungssystem ASAL 2.0 für die Arbeitslosenentschädigung ein. Damit die Migration der Daten und Systeme einwandfrei erfolgen kann, ist ein einmaliger koordinierter Betriebsunterbruch erforderlich: Vom 19. Dezember 2025 mittags bis 6. Januar 2026. Das SECO hat die Versicherten bereits über den Betriebsunterbruch informiert. Grundsätzlich werden keine Auswirkungen auf die Sozialhilfe erwartet. Die SKOS steht im direkten Kontakt mit dem SECO, damit auf allfällige Probleme zeitnah reagiert werden kann.

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Kennzahlenbericht der Städte

«Wohnen und Sozialhilfe»


Schweizer Städte weisen insgesamt stabile Sozialhilfezahlen aus, trotz wachsender Bevölkerung. Dies zeigt der aktuelle Kennzahlenbericht der Städteinitiative Sozialpolitik. Er widmet dem Thema «Wohnen und Sozialhilfe» einen Schwerpunkt. Denn das Thema beschäftigt die Städte zunehmend. Der knapper werdende Wohnraum betrifft Sozialhilfebeziehende als erste. Sozialdienste müssen in der Folge zunehmend Wohnraum vermitteln und Probleme lösen, damit Sozialhilfebeziehende eine stabile Wohnsituation finden oder behalten können.

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Langzeitbezug

SKOS lehnt pauschale Bestrafung ab


Im Kanton Aargau wurde eine Gesetzesinitiative eingereicht, die verlangt, den Grundbedarf von aktuell 1061 Franken nach zwei Jahren Bezug um fünf Prozent zu kürzen. Die Volksabstimmung findet voraussichtlich am 8. März 2026 statt. Die SKOS empfiehlt die Ablehnung, da schon heute der GBL gesenkt werden kann, wenn Klient:innen nicht kooperieren. Die pauschale Sanktionierung wäre kontraproduktiv. Sinnvoll sind Ansätze, die Langzeitbeziehenden helfen, in den Arbeitsmarkt zurückzukehren, wie das Projekt Richtungswechsel von SKOS und BFH Soziale Arbeit.

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JURA

Anpassung des GBL und der Mieten per 2026


Die Regierung des Kantons Jura hat beschlossen, die Pauschalen für Sozialhilfebeziehende zu erhöhen und die entsprechenden Regelungen anzupassen. Gemäss einer Medienmitteilung sollen die Massnahmen am 1. Januar 2026 in Kraft treten. Sie zielen darauf ab, den seit 2020 realisierten Kaufkraftverlust der einkommensschwächsten Haushalte auszugleichen. Die Sozialhilfebeziehenden erhalten eine Erhöhung des Grundbedarfs um 30 Franken für Alleinstehende, von 1031 auf 1061 Franken. Auch die Mietzinslimiten wurden gemäss den realen Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt angepasst.

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IV-REVision

SKOS-Treffen mit Bundesrätin Baume-Schneider 


Am 3. November 2025 traf sich das SKOS-Präsidium mit Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider. Im Zentrum des konstruktiven Gesprächs stand die angekündigte IV-Revision. Geplant sind neue Massnahmen, die auf junge Erwachsene mit psychischen Problemen zugeschnitten sind. Seit 2015 steigen die Neurenten bei dieser Gruppe stark. Die SKOS betonte im Gespräch, dass eine gute Zusammenarbeit zwischen den Akteuren im Gesundheits- und Sozialbereich wichtig ist und regte hierfür die Schaffung einer Task force an.

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TRIAGO 

Instrumente zur Abklärung der Grundkompetenzen


Triago ist ein Instrumentarium, um Beratenden und Weiterbildungs-anbietenden die Thematisierung und Einschätzung der Grundkompetenzen ihrer Klientinnen und Klienten auf spielerische und unkomplizierte Art vorzunehmen. Entwickelt wurde Triago von der PH FHNW. Die Instrumente stehen in Deutsch, Französisch und Italienisch kostenlos zur Verfügung. Es wird in Kürze zusätzliches Begleitmaterial erarbeitet. Insbesondere sollen ein Tutorial zur Einführung in die Handhabung des Kartensets erstellt und Workshops organisiert werden, um Beratenden die neue Abklärungsmethode näher zu bringen.

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Merkblatt «Zuständigkeitskonflikte»


Verzicht auf Schlichtungsverfahren

Im SKOS-Merkblatt «Negative

Kompetenzkonflikte im interkantonalen
Bereich» gab die  Kommission Rechtsfragen der SKOS 2012 Empfehlungen zum Vorgehen bei Zuständigkeitskonflikten ab. Unter Ziff. 4 beschreibt das Merkblatt die Möglichkeit eines Schlichtungsverfahrens bei der Kommission Rechtsfragen. Seit der Publikation ist es noch zu keinem erfolgreichen Verfahren gekommen. Deshalb wird auf ein solches Verfahren in Zukunft verzichtet. Die Ziffer 4 wird gestrichen und das Merkblatt erhält neu den Titel «  «Zuständigkeitskonflikte».

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«Cash-for-Care?»

Rückblick auf SVSP-Jahrestagung 2025

Die diesjährige Jahrestagung der SVSP an der Berner Fachhochschule (BFH) widmete sich einem hochaktuellen Thema der Sozialpolitik: Was bedeutet es, wenn Pflege- und Betreuungsarbeit direkt an betroffene Menschen ausbezahlt wird – und welche Folgen hat das für Care-Arbeit, Geschlechtergerechtigkeit und den Arbeitsmarkt? Von Akteur:innen aus Kontexten von Fachorganisationen, Politik, Interessenverbänden, Wissenschaft und Lehre wurden wichtige Aspekte in mehreren Politikbereichen auf differenzierte Weise thematisiert und diskutiert.

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Bieler Tagung: Jugendliche in prekären Lebenssituationen – Wege zur Selbstständigkeit

Donnerstag; 26. März 2026: Der Übergang ins Erwachsenenleben ist eine entscheidende Phase, geprägt von zahlreichen Herausforderungen wie Zugang zu Bildung, berufliche Eingliederung, Umgang mit knappen finanziellen Mitteln und Aufbau eines eigenständigen Lebensprojekts. Für junge Erwachsene in der Sozialhilfe (18-25 Jahre) sind diese Hürden besonders hoch: Der Zugang zu stabilem und bezahlbarem Wohnraum, das Fehlen eines Unterstützungsnetzwerks sowie unsichere Bildungs- oder Berufsverläufe erschweren ihre soziale und wirtschaftliche Integration. Diese Prekarität wirkt sich direkt auf die psychische Gesundheit, das Selbstwertgefühl und die Zukunftsaussichten aus. Im Mittelpunkt der Tagung steht die Frage, wie die Sozialhilfe junge Erwachsene in dieser kritischen Phase unterstützen kann. Der Schwerpunkt liegt auf innovativen Ansätzen und der Zusammenarbeit zwischen Institutionen, Verbänden und Akteuren vor Ort.

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Caritas-Forum 2026: Armut hier und heute – wo steht die soziale Schweiz?

Freitag, 30. Januar 2026, Bern - Die Anzahl Menschen in prekären finanziellen Verhältnissen nimmt seit Jahren zu. Dabei orientiert sich die Armutsgrenze an einem sehr tiefen Existenzminimum, das soziale Teilhabe nicht garantiert. Familien geraten durch stetig steigende Wohnkosten und Krankenkassenprämien immer stärker ans Limit. Viele Kinder sind armutsgefährdet. Und trotz alledem: Eine konsequente Armutspolitik fristet in der Schweiz nach wie vor ein Schattendasein; es dominieren Sparzwänge und sozialpolitische Grabenkämpfe. Zum Auftakt des 125-Jahr-Jubiläums analysiert Caritas Schweiz die Gegenwart und Zukunft der Schweizer Armutspolitik. Mit Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider und Gästen aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und der Forschung.


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Kontroverse Studie zur Sozialhilfe als Familienschicksal

Wenn Armut in Familien über Generationen hinweg fortbesteht, stellt das die Chancengleichheit infrage – ein Grundpfeiler moderner Demokratien. Ist der Bezug von Sozialhilfe also Familienschicksal oder gelingt es, diesen Kreislauf zu durchbrechen? Eine neue Studie vom Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) an der Universität Luzern beantwortet diese Frage erstmals für die Schweiz. Sie kommt zu dem Schluss, dass der familiäre Einfluss bereits nach einer Generation spürbar an Bedeutung verliert. Dass Armut in der Schweiz sehr wohl vererbt wird, ist laut einer Replik von Caritas Schweiz aus verschiedenen Gründen wahr und die Autoren zögen eine unzutreffende Schlussfolgerung.

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Der Regierungsrat des Kantons Waadt nimmt Stellung zu einem Bericht zu den Sozialhilfekosten

Eine im August 2025 veröffentlichte Studie Waadtländer Industrie- und Handelskammer deutete darauf hin, dass die unterstützten Personen im Kanton Waadt nur 38 % der für diese finanzielle Unterstützung bereitgestellten Mittel erhielten. Ausserdem wurde behauptet, dass durch eine effizientere Verwaltung jährlich 250 Millionen Franken eingespart werden könnten, ohne die Leistungen zu beeinträchtigen. Nach Ansicht des Staatsrats des Kantons Waadt sind diese beiden Feststellungen falsch: Er weist darauf hin, dass die Verwaltungskosten nur etwa 7 Prozent betragen – und selbst wenn man sie vollständig abschaffen würde, wäre man noch weit von den angekündigten möglichen Einsparungen entfernt.


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