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SKOS-Richtlinien: Vernehmlassung ab November


Die mit der 2. Etappe der Richtlinienrevision von der SODK genehmigten Reformen treten am 1. Januar 2026 in Kraft und werden ab diesem Datum im SKOS-Richtlinienportal aufgeschaltet sein. Wichtige Neuerungen betreffen den Vermögensfreibetrag (neu 6000 Franken), einen stärkeren Fokus auf Kinder und Jugendliche und gdie Förderung von Bildung und persönlicher Hilfe. In jenen Kantonen, in denen die SKOS-Richtlinien in ihrer jeweils aktuellen Version aufgrund kantonaler Rechtsetzung verbindlich sind, gelangen die Anpassungen demnach per 1. Januar 2026 zur Anwendung. Vorbehalten bleiben abweichende Regelungen in kantonalen Erlassen. Die ebenfalls von der SODK beschlossene Verbesserung der materiellen Situation von Kindern und Jugendlichen in der Sozialhilfe geht ab 18. November 2025 in die Vernehmlassung. Die SODK will damit die Entwicklung von armutsbetroffenen Kindern fördern, was dazu beitragen soll, dass sie später wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen und sich aus der Armut befreien können. Die Richtlinienkommission der SKOS hat einen Entwurf zur Umsetzung des SODK-Beschlusses erarbeitet. Vom 18. November 2025 bis zum 6. Februar 2026 findet eine Vernehmlassung zu diesem Entwurf statt.

Unterlagen Richtlinienrevision SKOS
skos-prognosen  

Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene in der Sozialhilfe

Die Anzahl neuer Asylanträge schwankte in den letzten Jahren stark. Infolge des Angriffskriegs von Russland auf die Ukraine werden neben Asylsuchenden aktuell rund 70 000 Personen mit Status S durch Bund und Kantone betreut. Für 2025 rechnet das Staatssekretariat für Migration mit rund 24 000 Asylanträgen und 17 000 Anträgen auf Status S. Die SKOS erwartet einen allmählichen Rückgang der Sozialhilfequote bei Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen. Sie geht jedoch davon aus, dass 2027 ein deutlicher Anstieg der Fallzahlen in der Sozialhilfe erfolgen wird.

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Arbeitsmarktintegration 

Handlungsempfehlungen des Staatssekretariats für Migration

 

Das Staatssekretariat für Migration hat Handlungsempfehlungen zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten publiziert. Diese definieren die gemeinsamen Ziele von Bund und Kantonen und sind im Sinne einer Checkliste zu verstehen. Sie zeigen auf, wo die kantonalen und kommunalen Stellen ansetzen können, um die Zusammenarbeit weiter zu verbessern, Doppelspurigkeiten zu vermeiden und bestehende Lücken zu schliessen.

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Soziale sicherheit 

Verläufe im System der sozialen Sicherheit 2023

Im Jahr 2023 bezogen rund 633 000 Personen Sozialleistungen in Form von Taggeldern der Arbeitslosenversicherung (ALV), Renten der Invalidenversicherung (IV) oder Sozialhilfe (SH). Diese drei Sozialwerke bilden zusammen das sogenannte SHIVALV-System. Der Anteil der ständigen Wohnbevölkerung in der Schweiz zwischen 18- und 64/65 Jahren, die 2023 während mindestens eines Monats Leistungen aus dem SHIVALV-System bezogen, liegt bei 11,2% und damit auf dem tiefsten Wert seit Beginn der Messreihe (2010). Im Vergleich zum Vorjahr ist diese Bezugsquote um -0.6 Prozentpunkte gesunken.

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soziale arbeit 

Orientierungsrahmen für das Fachhochschulstudium 

 

Die Konferenz Soziale Arbeit der Fachhochschulen Schweiz (SASSA) hat ein Dokument veröffentlicht, das die zentralen Bezugspunkte in Bezug auf Inhalte, Studienpläne und Kompetenzen für das generalistische Studium der Sozialen Arbeit an Schweizer Fachhochschulen definiert. Die aufgeführten Charakteristika eines Fachhochschulstudiums und die Übersicht der Kernkompetenzen auf Stufe Bachelor, Master und Doktorat bilden die Eckwerte des Studiums der Sozialen Arbeit auf Hochschulniveau.

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Weiterbildungsoffensive

Standortbestimmung zeigt den Weg in die Zukunft 

Am 16. September trafen sich Vertreter:innen der Sozialhilfe, des Bildungsbereichs, der Kursanbieter und der Wirtschaft zu einer Standortbestimmung und einem Zukunftsworkshop für die Weiterbildungsoffensive (WBO). Am Treffen wurden die zentralen Themen eruiert, die für eine erfolgreiche Etablierung der WBO bis 2035 als entscheidend erachtet werden. Seit 2018 setzen sich SKOS und SVEB mit der Weiterbildungsoffensive dafür ein, Sozialhilfebeziehende mit ungenügenden Grundkompetenzen oder ohne Berufsabschluss die Möglichkeit zu geben, sich weiterzubilden. In zahlreichen Sozialdiensten wurden Förderstrukturen aufgebaut und seit 2023 trägt eine breite Allianz aus Sozialhilfe, Kantonen, Weiterbildung und Wirtschaft die Offensive 

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Save the Date

Bieler Tagung am 26. März 2026 zu den jungen Erwachsenen 

 

Der Übergang ins Erwachsenenleben ist oft von unsicheren Bildungs- und Berufswegen, knappen finanziellen Mitteln und fehlender sozialer Unterstützung geprägt – mit weitreichenden Folgen für Integration, Selbstständigkeit und Gesundheit. Die SKOS widmet die nächste Bieler Tagung am 26. März den jungen Erwachsenen in prekären Lebenssituationen. Im Mittelpunkt der Tagung steht die Frage, wie die Sozialhilfe junge Erwachsene in dieser kritischen Phase unterstützen kann. Ziel ist es, konkrete Handlungsansätze zu entwickeln und den interdisziplinären Austausch zu fördern.

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drittstaaten

Entwicklung der Quote Sozialhilfebeziehender

 

Gemäss dem aktuellen Bericht des SEM ist die Sozialhilfequote von Drittstaatsangehörigen zwischen 2017 und 2023 kontinuierlich gesunken. Sie ging von 8,5 Prozent auf 6,4 Prozent zurück. Von 680 600 Drittstaatsangehörigen waren somit Ende 2023 43 300 Personen auf Sozialhilfe angewiesen. In den Kantonen spiegelt das Risiko der Sozialhilfeabhängigkeit von Drittstaatsangehörigen die Quote der unterstützten Personen im Allgemeinen wider.

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IV-Verfahren

Beschleunigung und Wartetaggeld

 

Das Parlament möchte die Verfahren der Invalidenversicherung (IV) beschleunigen und Personen, die auf einen Entscheid warten, eine finanzielle Absicherung garantieren. Die betreffende Motion, verlangt, dass in der Zeit zwischen dem Ende der beruflichen Wiedereingliederungsmassnahmen und dem endgültigen Entscheid über die IV-Rente eine Wartetaggeld gezahlt wird, um zu vermeiden, dass die Betroffenen auf Sozialhilfe angewiesen sind.

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Personelle Veränderungen  in der SKOS-Geschäftsstelle

Die neue Sachbearbeiterin Administration & Veranstaltungen Petra Schmid tritt ihre Stelle am 1. Dezember in der Geschäftsstelle als  Nachfolgerin von Iris Meyer an. Die Co-Leiterin Recht&Beratung Anja Lehmann wird voraussichtlich im Laufe November 2025 einen Mutterschaftsurlaub antreten. Ihre Aufgaben werden abgedeckt durch Co-Fachbereichsleiterin Cécile Send. 

Trendstudie: Zukunft der Pflege und Sozialarbeit in Europa

Die Zukunft der Pflege in der Schweiz ist voller Veränderungen: Laden Sie die Trendstudie «Pflege 2025» kostenlos herunter und erfahren Sie, welche Entwicklungen für Fachkräfte und Institutionen hierzulande besonders wichtig sind. Digitalisierung, Personalmangel und Motivation stehen im Mittelpunkt. Die Studie zeigt klar, welche Chancen und Herausforderungen auf die Schweizer Pflege zukommen. Sichern Sie sich jetzt den Wissensvorsprung und gestalten Sie die Pflege von morgen aktiv mit.


 
SVSP Tagung am 5. November: «Cash-for-Care?»

Die Jahrestagung 2025 der SVSP widmet sich dem Trend «Cash-for-Care», einem aktuellen Thema der Care-Politik. Der Begriff «Care» steht für Pflege- und Betreuungsarbeit, die zwar teilweise ausgelagert ist, aber nach wie vor eine grosse Belastung für Familien und insbesondere für Frauen darstellt. Dazu gehören insbesondere die Betreuung und Begleitung von Kindern, Jugendlichen sowie von Menschen mit chronischen Krankheiten, Behinderungen oder altersbedingten Einschränkungen.

Programm & informationen


Zürcher Armutsforum: Wer ist schuld an Schulden: 12. November

«Wer ist schuld an Schulden?» Diese Frage stellt Caritas Zürich am 12. November 2025 anlässlich des 19. Zürcher Armutsforum zur Diskussion. An der sozialpolitischen Fachtagung berichten Betroffene von ihrem Leben mit Schulden, Fachpersonen informieren über Präventions- und Beratungsangebote und zeigen auf, welche Signale auf finanzielle Schwierigkeiten hindeuten.

Programme & informationen

SKOS-Weiterbildung «Einführung in die Sozialhilfe» 18. November

In der Praxis der öffentlichen Sozialhilfe haben Fachleute und Behördenmitglieder komplexe Aufgaben zu bewältigen. Kenntnisse des Systems der sozialen Sicherheit sind ebenso gefordert wie rechtliches und methodisches Wissen. An zwei Halbtagen erhalten Sie kompakte Grundlagen zur Ausgestaltung der Sozialhilfe, zur Umsetzung der SKOS-Richtlinien, zu Verfahrensgrundsätzen und Subsidiarität sowie die Möglichkeit vertieft aktuelle Praxisfragen zu diskutieren.

anmeldung & informationen

ARTIAS Journée d'automne am 27. November

La journée d'automne der Association romande et tessinoise des institutions d’actions ARTIAS steht dieses Jahr unter dem Motto «Wohin geht die Sozialhilfe? Rückblick und Ausblick». Die Tagung findet im Olympischen Museum in Lausanne statt. Anmeldungen sind bis zum 31. Oktober möglich.

Programm & informationen

Call for papers: Prekäre Arbeit, perkäre Gesundheit 18. Juni 2026

Am 18. Juni 2026 findet die 6. Nationale Tagung Armut und Gesundheit an der Berner Fachhochschule BFH statt. Fachpersonen aus Wissenschaft, Verwaltung, Praxis und Zivilgesellschaft sind eingeladen, Workshops oder Poster zum Themenkomplex neue Arbeitsformen, Prekarität, Armut und Gesundheit einzureichen. Im Fokus stehen Fragen wie: Welche Auswirkungen haben neue Arbeitsformen auf Prekarität und Gesundheit in der Schweiz? Welche innovativen Projekte und Lösungsansätze gibt es?

informationen zum Call for papers

 
Umfrage der SKOS und ZHAW: Potenzial der persönlichen Hilfe in der Sozialhilfe
Unter dem Titel «das Potenzial der persönlichen Beratung» hat die SKOS eine Umfrage in Auftrag gegeben. Anfang Oktober wurde sie an die Mitglieder der SKOS, die kantonalen, regionalen und kommunalen Sozialdienste versendet. Ziel der Umfrage ist, in Erfahrung zu bringen, wie die persönliche Hilfe in den Kantonen und Gemeinden umgesetzt und eingeschätzt wird. Alle Daten werden durch die ZHAW ausgewertet. Wir danken allen, die die Umfrage erhalten haben, und sich an dieser beteiligen. Die Ergebnisse sollen wertvolle Hinweise auf Präzisierungen oder Lücken in den Richtlinien ergeben.



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